>> Biographie
Hans Ulrich Lehmann (* 4. Mai 1937 in Biel; † 26. Januar 2013 in Zollikerberg)

Geboren in Biel. Musikstudium an den Konservatorien Biel (Lehrdiplom für Violoncello), Zürich (Diplom als Theorielehrer) und Basel (1960 - 63 Meisterklassen für Komposition von Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen). Musikwissenschaftliche Studien an der Universität Zürich (Kurt von Fischer). 1961-72 Lehrer an der Musik-Akademie der Stadt Basel. 1969-90 Lehrbeauftragter an der Universität Zürich (Neue Musik, Musiktheorie), 1990 auch an der Universität Bern. 1972 Berufung an die Musikhochschule Zürich (Komposition und Musiktheorie). 1976-1998 Direktor von Konservatorium und Musikhochschule Zürich. 1983-86 Präsident des Schweizerischen Tonkünstlervereins (STV). Seit 1987 Vorstandsmitglied, von 1991 bis 2011 Präsident der SUISA (Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik). 1973 Musikpreis der Conrad Ferdinand Meyer-Stiftung; 1988 Komponistenpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins. 1990 Kunstpreis der Stadt Zollikon/Zürich; 1993 Kunstpreis der Stadt Zürich.


"... Es geht mir um eine Musik, die in ihren besten Momenten den Augenblick festhalten und zum Verweilen bringen könnte, um eine Musik, die sich in eben diesem Augenblick erfüllen würde. Darüber soll man alle Strukturierungen, alle Ordnungsprinzipien vergessen können, die notwendigerweise in jeder Komposition mehr oder weniger stark vorhanden sein müssen; denn Komponieren bedeutet unter anderem auch 'Ordnung schaffen' und stellt eine bestimmte Form des Denkens dar. Schönstes Ergebnis solchen Komponierens wäre es, wenn die Musik vom Hörer ganz intuitiv als richtig, als notwendig erkannt würde - und wäre es auch nur von einigen wenigen Zuhörern und nur in den stärksten, den 'begnadetsten' Augenblicken des Werkes..."